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Abenteuer Aquarium

Am 28.04.10 unternahmen die Klassen 6 b und 6 c des Martin-Pollich-Gymnasiums Mellrichstadt im Rahmen des Fachlehrplans in Natur und Technik zum Thema „Wirbeltiere in verschiedenen Lebensräumen“ unter der Leitung von StR Felicitas Gröger eine Exkursion nach Coburg ins Sea-Star-Aquarium. Man glaubt es nicht, aber in Coburg existiert seit 2001 tatsächlich ein Aquarium! Von außen völlig unscheinbar, in einem Wohngebiet gelegen, präsentiert es doch auf 1000 m2 53 Schaubecken. Anfänglich als Eingewöhnungs-, Zucht- und Quarantänestation geplant, ist es heute ein besonderes Anliegen, die Besucher mit Leidenschaft für die marinen Lebensräume und ihre Bewohner anzustecken sowie Unwissenheit und Vorurteile auszuräumen. Nur wenn die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes hautnah die Unterwasserwelt erleben, ist es möglich, sie für den Schutz der Meere zu gewinnen. Diese immense Begeisterung ist dem biologischen Leiter des Aquariums, Peter Faltermeier, und seinem Team in jeder Minute anzumerken.

 

Alles Fisch oder was?

Aktuell bietet das Sea-Star-Aquarium die Ausstellung „Abenteuer Amazonas“. So versammelte sich die Zuhörerschaft zunächst vor dem Piranha-Becken. Allein die lebendige Schilderung der Dimensionen des Amazonas versetzte die Schüler ins Staunen: an der Mündung bis zu 300 km breit, mit einem Wasserdurchfluss von 120 000 000 m3 pro Sekunde führt der Amazonas 1/5 des gesamten Süßwassers der Erde. Man lernte, dass von den 40 bekannten Piranha-Arten nur zehn Fleischfresser sind. Als aber dann mit einem Piranha-Gebiss eine mehrfach gefaltete Zeitung so sauber zerschnitten wurde wie durch einen Aktenvernichter, waren die 52 Schülerinnen und Schüler restlos begeistert. Im nächsten Becken schlängelten sich zwei große Zitteraale. Der Zitteraal ist eigentlich ein Zitterwels und kann in seinen Muskelzellen 650 V bei bis zu 1,5 Ampère erzeugen. Da rechnete StR Andreas Groß gleich aus, dass dieses Tier knapp 1000 W Leistung erzeugt. Sven Staude durfte dann als Freiwilliger den kleinen Zitteraal in die Hand nehmen. Dieser ist weit weniger gefährlich und fühlte sich „lustig“ an, es kitzelte nämlich. Zu den gefährlichsten Tieren des Amazonas zählt der Stachelrochen. Der demonstrierte Stachel ist mit Widerhaken besetzt, war aber noch nichts gegen ein Exemplar jenes Stachels, der am 4.9.2006 den 44-jährigen Australier Steve Irwin, den „Crocodile Hunter“, mitten ins Herz traf. Verschiedene Haifischzähne ließen die Schüler spielerisch den Zusammenhang zwischen Lebensweise und Körperbau erkennen. Richtet man seinen Blick nach oben, so kann man unter der Decke ein Surfbrett mit einer gewaltigen halbkreisförmigen Biss-Spur sehen. Das Brett jedoch lag am Tag der Attacke still im Hafen und wurde schlicht mit einer Beute verwechselt. Tatsächlich sterben etwa fünf bis zehn Menschen pro Jahr durch einen Haiangriff, während 100 000 000 Haie durch den Menschen sterben. Wer ist nun der eigentliche Killer? Als abschließendes Highlight wurden im großen Becken die Rochen mit Seelachsstückchen aus der Hand gefüttert. Am Ende trat ein Schüler vor Aaron Raasch, der uns zwei Stunden mit Herzblut und Begeisterung geführt hatte, und sagte: „Sie waren einfach der Beste! Das war cool!“

 

 

Termine

02.08.2010 - 13.09.2010 Sommerferien
08.09.2010 - 10.09.2010 Besondere Prüfung und Nachprüfungen
13.09.2010 | 16.00 Lehrerkonferenz

Speiseplan