Home > Aktuelles > Exkursion des W-Seminars "Karl IV. und seine Zeit" nach Nürnberg

 
 

Das W-Seminar „Karl IV. und sein Zeit“ des Martin-Pollich-Gymnasiums Mellrichstadt besuchte die Landesausstellung in Nürnberg, die anlässlich des 700. Geburtstages von Karl IV. im Germanischen Nationalmuseum stattfand.
Die 75-minütige Führung bot einen Überblick über die krisenhafte Zeit, in die Karl hinein geboren wurde, zeigte seine Herkunft aus dem Haus Luxemburg, gab mittels einer zeitgenössischen Skulptur Rückschlüsse auf sein Aussehen. Weitere Aspekte waren seine machtpolitischen Eheschließungen und die Erweiterung seines Herrschaftsgebietes ohne Kriege, seine Rolle als weiser, hochgebildeter Herrscher, als „Kronensammler“, Reliquiensammler. Prag, das sich quasi zur Hauptstadt des Reiches entwickelte, wurde ausgeschmückt, die Universität gegründet, der Veitsdom zur Kirche der böhmischen Könige. Daneben konnte man Modelle der Kaiserburg in Nürnberg und der Burg Karlstein betrachten. Auch sein problematischer Umgang mit den Juden wurde nicht ausgespart. Gerade aber die Goldene Bulle als Gesetzeswerk zur Regelung der deutschen Königswahl wird immer in Erinnerung bleiben. Interessante Gesichtspunkte bot der letzte Ausstellungsbereich über die Nachwirkung und unterschiedliche Beurteilung Karls bei Tschechen und Deutschen.
Nach einer kurzen Mittagspause war sogar die Sonne herausgekommen und machte den kalten Wind etwas erträglicher. Durch die Innenstadt ging es hoch auf die Kaiserburg, wo uns eine sehr interessante und kurzweilig vorgetragene Führung über die Entstehungs- und Baugeschichte und ihre Bewohner und Besucher erwartete. Neben dem oberen Saal und der Doppelkapelle besichtigten wir diverse weitere Räume und bekamen dabei einen Eindruck von der starken Zerstörung Nürnbergs im 2. Weltkrieg, in dem auch die Gebäude der Kaiserburg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Zum Abschluss bestiegen wir die 113 Stufen zum Sinwell-Turm, der uns einen weiten Blick über die Stadt ermöglichte.


Organisation und Durchführung der Fahrt lag in den Händen von StRin Christine Heußner