Generalprobe geglückt

17. April 2026
Ein besonderer Klang erfüllte kürzlich den Konzertsaal im Kloster Wechterswinkel: Mit viel Engagement und musikalischem Feingefühl gestalteten die Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs am Martin-Pollich-Gymnasium, die Musik als Leistungsfach belegen, ein Kammerkonzert, das zugleich als Vorbereitung auf ihre praktische Abiturprüfung diente.
Die jungen Musikerinnen und Musiker präsentierten ein abwechslungsreiches Programm, das nicht nur ihr Können unter Beweis stellte, sondern auch die intensive Arbeit der vergangenen Monate widerspiegelte.
Den Abend eröffnete die junge Flötistin Hannah Fischer mit zwei Sätzen aus der Sonate E-Moll für Querflöte und Basso Continuo von Georg Friedrich Händel. Ausdrucksstark präsentierte sie anschließend, begleitet von Musiklehrerin Franziska Hemmert, den 2. Satz „Cantilena“ aus einer Sonate für Flöte und Klavier von Francis Poulenc. Dass daraufhin direkt wieder ein Stück des französischen Komponisten aus dem 20. Jahrhundert erklang, sei kein Zufall, wie Musiklehrer Urs John erklärte, der den Abend mit viel Charme und Humor moderierte. Vielmehr habe jeder Schüler im Abitur ein Pflichtstück aus der Moderne vorzutragen, was die Vielzahl an Werken aus dem 20. und 21. Jahrhundert im Programm erkläre. So brachte Chiara De Martino ebenfalls ein Stück von Poulenc zu Gehör, die „Arietta“ aus den „Albumblättern“. Es folgte das gefühlvolle „Regentropfen-Prélude“ Des-Dur von Fréderic Chopin, das, wie John erläuterte, auf einem verregneten Mallorca-Aufenthalt des Komponisten entstand. Schwungvoll ging es weiter mit Jule Griebel am Saxophon und dem Tanzstück „Danseuses“ aus der „Suite Romantique“ von Robert Planel. Sehr souverän bot sie anschließend das Concertino op. 78 des belgischen Komponisten Jean-Baptiste Singelée dar. Die junge Saxophonistin wurde ebenso am Klavier von Urs John begleitet wie Anna Spatschek auf der Klarinette, die anschließend die Bühne betrat. Sie spielte zwei Sätze aus der „Suite from the Victorian Kitchen Garden“ von Paul Reade, einem Stück, das ursprünglich als Titelmelodie einer englischen Fernsehserie fungierte. Einen „Klassiker“ der Klarinettenliteratur, das Concertino Es-Dur op. 26 von Carl Maria von Weber, präsentierte sie im Anschluss daran sicher und lebhaft. Beschlossen wurde der Abend von Paul Manger. Auf seiner Gitarre spielte er sehr gefühlvoll das Werk „Lullaby“ des zeitgenössischen polnischen Komponisten Marek Pasieczny, bevor er für den „Gran Vals“ von Francisco Tárrega verdient großen Applaus erntete. Schulleiterin OstDin Petra Bieber dankte abschließend allen Akteuren sowie ihren Lehrkräften und wünschte viel Erfolg für die anstehenden Prüfungen.

Bericht: StRin Hemmert

Foto: StDin Coste