Großartiges Kammerkonzert in Wechterswinkel

22. Januar 2026
Mit tosendem Applaus drückten die zahlreichen Besucher des diesjährigen Kammerkonzerts des Mellrichstädter Martin-Pollich-Gymnasiums ihre Bewunderung für die Leistung der 13 jungen Musikerinnen und Musiker aus, die den Abend im Kloster Wechterswinkel mitgestaltet hatten.
Diese Veranstaltungen bieten den Schülerinnen und Schülern immer wieder die gute Möglichkeit, Bühnenerfahrung zu sammeln und sich auf anstehende Prüfungen oder Wettbewerbe vorzubereiten.
Eröffnet wurde das Konzert vom Querflötenduo Johanna Kompe und Jules Sebold (beide 8. Klasse). Sie präsentierten den Zuhörern gekonnt den ersten Satz aus dem Duo op. 11 von Guiseppe Cambini, den 3. Satz aus der Sonate Nr. 3 von Georg Philipp Telemann sowie zwei Stücke der zeitgenössischen Komponistin Joanna Steplaska-Spix: „Einfach“ und „Zweifach“. Der folgende Programmpunkt war insofern eine Besonderheit, dass der Komponist des Stücks zugleich Lehrer des MPG ist – und das wider Erwarten nicht für das Fach Musik: Dr. Manuel Weber absolviert aktuell sein Referendariat an der Schule in den Fächern Physik und Chemie, komponiert jedoch auch eigene Musik. Sein Stück „Harmonie“, komponiert im Jahr 2009, trug er gemeinsam mit der Geigerin Aurora Justus (8. Klasse) sehr klangintensiv und eindrucksvoll vor. Es folgten vier Beiträge von Schülerinnen auf Holzblasinstrumenten. Leni Amthor (Q12) bot die „Aria“ von Eugéne Bozza auf dem Altsaxophon dar, Helena Streit aus der 11. Klasse auf der Querflöte den 3. Satz „Rondo“ aus dem Konzert D-Dur von Luigi Boccherini. Jessica Bredow (Q12) spielte ausdrucksstark auf der Klarinette die Fantasiestücke 1+2 von Niels Gade und Amelie Kirchner (Q12) auf dem Altsaxophon sehr souverän die ersten beiden Sätze aus der Sonate G-Moll des englischen Komponisten Henri Eccles. Am Klavier begleitet wurden alle vier Bläserinnen von ihrem Musiklehrer OStR Urs John, der auch mit viel Witz und Charme durch das Programm führte. Den ersten Teil des Konzerts beschloss Lea Trost aus der 9. Klasse am Klavier. Sehr schwungvoll trug sie das Stück „Play Piano Play Nr. 1“ von Friedrich Gulda vor. Gefühlvoll schloss sie das „Nocturne Cis-Moll“ von Chopin an, bevor sie mit dem 1. Satz aus der Sonate op. 49 Nr. 2 von Beethoven die Pause einläutete. Der zweite Konzertteil begann mit afrikanischen Rhythmen, die der Komponist David Schmalenberger in seinem Stück „I remember“ auf das Drumset übertragen hat. Max Seifert präsentierte das Stück höchst virtuos und sehr beeindruckend. Es schloss sich das Querflötentrio, bestehend aus Rosalie Gottwald und Alina Steinschauer (beide 9. Klasse), sowie Patricia Schackmar (10. Klasse) an. In perfektem Zusammenspiel ließen sie den 1. Satz aus dem Trio op. 19 Nr. 5 von Francois Devienne, die Serenade Nr. 1 von Giuseppe Saverio sowie das „Trio con brio“, ein modernes Stück des polnischen Komponisten Krystof Zgraja, erklingen. Den Abend beschloss die Pianistin Freya Morita aus der 8. Klasse. Sie entlockte dem Flügel zunächst kraftvoll die wuchtigen Klänge des bekannten „Prélude Cis-Moll“ von Sergej Rachmaninow, bevor sie sehr stilsicher auf den 1. Satz aus der Klaviersonate op. 101 umschwang. Höhepunkt und zugleich Abschluss des Konzerts bildete das höchst virtuose „Prélude“ aus Claude Debussys Werk „Pour le Piano“, das die junge Künstlerin eindrucksvoll zum Besten gab. Der stellvertretende Schulleiter StD Steinrichter bedankte sich abschließend bei allen Akteuren, ihren Lehrkräften sowie dem so zahlreich erschienenen Publikum und wünschte allen viel Erfolg für ihre anstehenden Prüfungen und Wettbewerbe.
Bild: StD Marcel Steinrichter
Text: StRin Franziska Hemmert