Reiseblog (Woche 1)
Sonntag, 5. April: Ankunft
Nach unserer Ankunft in Johannesburg wurden wir herzlich von zwei südafrikanischen Lehrerinnen empfangen und reisten gemeinsam nach Hoedspruit. Dort lernten wir unsere Gastfamilien kennen, die uns sofort offen aufnahmen und uns den Einstieg sehr leicht machten.
Montag, 6. April: Begegnung und Vertrauen
Der Tag begann in den Familien, bevor wir uns am Nachmittag in der Schule zu einem Workshop trafen. Durch diverse Teamübungen und Gespräche wuchsen wir schnell zu einer Gemeinschaft zusammen. Beim gemeinsamen Abendessen – einem typisch afrikanischen „Braii“ – mit allen Beteiligten (Schülern und Eltern) wurde viel gelacht und erzählt.
Dienstag, 7. April: Natur und Gesellschaft
Bei einer Wanderung in den Bergen und dem Besuch der Wasserfälle (mit Bademöglichkeit) erlebten wir die beeindruckende Natur. Begleitet wurden wir von Rangern, die uns gleichzeitig die Bedeutung von Wasserknappheit und Biodiversität, auch für die Gesellschaft, näherbrachten. Zudem konnten wir auf der Autofahrt, bei der wir einige Einblicke in verschiedene Lebensrealitäten erhielten, die Themen Gerechtigkeit und Friede thematisieren. Diese sind ein zentraler Teil des 16. SDGs (Sustainable Development Goals der UNO) und gleichzeitig auch das übergeordnete Thema des diesjährigen Austausches.
Mittwoch, 8. April: Umwelt und Verantwortung
Am Morgen zeigte uns ein Mitarbeiter der NGO K2C (Kruger to Canyons) Biosphere die Gegend und machte uns auf einige unterschiedliche Probleme der Communities um Hoedspruit herum aufmerksam. Beispielsweise haben einige Communities keinen Anschluss an ein Müllentsorgungssystem, was wiederum weitreichende Konsequenzen für die Menschen vor Ort hat. Im Anschluss versuchten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einigen Mitarbeitern dieser NGO Lösungsansätze für die aufgezeigten Probleme zu finden.
Am Nachmittag zeigte uns ein Mitarbeiter des Cape Vulture Conservancy deren Permakultur sowie deren Projekte zum Schutz von Geiern. Während ersteres den Fokus auf nachhaltige Landwirtschaft legt, veranschaulichte letzteres wie wichtig unser Engagement für die Umwelt und letztendlich auch wiederum für die Gemeinschaft ist.
Donnerstag, 9. April: Naturschutz und Herausforderungen
Im Fokus des heutigen Tages stand der Schutz von Wildtieren und die Arbeit von Rangern gegen Wilderei. Die K9-Unit gab uns dabei eindrucksvoll Einblicke in ihre Arbeit und begleitete uns mit ihren Hunden zudem bei einer Wanderung zu Wasserfällen. Dabei wurde unter anderem deutlich, wie komplex das Zusammenspiel von Naturschutz und den Lebensbedingungen vor Ort ist und welche verschiedenen Facetten das Thema „Gerechtigkeit und Frieden“ haben kann, aber auch wie wichtig funktionierende leistungsfähige Institutionen sind.
Freitag, 10. April: Gemeinschaft erleben
Zum Abschluss der Woche besuchten wir ein lokales Gartenprojekt, das sich für die Ernährungssicherheit von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Die Schülerinnen und Schüler halfen im Garten und bereiteten ein Mittagessen für die Kinder dieser Community vor. Dieses teilten sie anschließend aus, während Musik gespielt und getanzt wurde. Neben diesen einzigartigen Momenten beeindruckte uns das Engagement der Menschen vor Ort und die Möglichkeit Gutes für die Gemeinschaft zu bewirken.
Fazit der ersten Woche
Die ersten Tage waren geprägt von intensiven Begegnungen, spannenden Einblicken und großer Gastfreundschaft. Wir haben viel gelernt, wurden begleitet von vielen Menschen mit einem großen Engagement für ihre Arbeit und freuen uns auf die kommende Woche.
Die Begegnungsreise wird durch das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramme (ENSA) und die Stiftung Jugendaustausch Bayern gefördert.
Bericht und Fotos: StRin Celine Schlaghaufer, StR Philipp Schleicher